(Bild: Sabine Leisten)
80 % der Wild- und Nutzpflanzen sind auf die Bestäubung durch Wildbienen angewiesen

(Bild: Sabine Leisten)

BienABest unterstützt Anfrage des ZDF

Was wäre, wenn ihr Summen verstummt?

09.03.2018

Das ZDF hat beim Projekt BienABest nach Informationen zu Wildbienen gefragt und ein anschauliches und informatives Grafikvideo dazu in einer seiner Sendungen von heute+ im März 2018 gesendet. Anschauen lohnt sich!

Das gut eineinhalb Minuten lange Video macht in prägnanter Weise deutlich, was ein Verlust der Diversität von Wildbienen bereits heute, aber auch für die Zukunft bedeutet. Ein Rückgang von Wildbienen führt auch zu einem Rückgang der Pflanzenvielfalt. Denn 80 % der Wild- und Nutzpflanzen sind auf die Bestäubung durch Wildbienen angewiesen. Wildbienen zählen zu den wichtigsten Nützlingen in der Landwirtschaft und sorgen für Erträge in Milliarden Höhe.


Manche Wildbienen haben gegenüber Honigbienen einen klaren Vorteil, wenn es um die Bestäubung bestimmter Pflanzenarten geht: Durch evolutive Anpassungen konnten sich einige Wildbienenarten auf verschiedene, für Honigbienen nicht nutzbare Pflanzenarten spezialisieren. Allein dadurch sind die Wildbienen für die Biodiversität unverzichtbar.


Finden kann man eine Vielzahl von Wildbienenarten vor allem in Naturschutzgebieten. Auf Ackerflächen mit Monokulturen finden sie oft keine Nahrungs- und Nistmöglichkeiten. Um dies zu ändern, ist es sehr wichtig, spezielle Wildbienenweiden auf Ackerflächen anzulegen und damit neue Habitate für Wildbienen zu schaffen. Ein zunehmendes Bienensterben birgt die Gefahr, dass nicht nur die Vielfalt einer unentbehrlichen Insektengruppe, sondern gleichzeitig auch eine wunderschöne und wichtige Diversität von Blüten- und Kulturpflanzen verloren geht.


Mit dem Ziel, die Bevölkerung für die Bedürfnisse der Wildbienen zu sensibilisieren, unterstützt BienABest gerne solche Anfragen wie die des ZDF, die auf die Bedeutung der Wildbienenvielfalt hinweisen und die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen.


Das Projekt BienABest wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert. Weiterhin wird das Projekt vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, BASF SE und dem Bee Care Center der Bayer AG finanziell unterstützt.

Quellen:

ZDF heute+ – Sendung vom 01.03.: https://www.zdf.de/nachrichten/heute-plus/180301hplus-gesamt-100.html 
Videografik: https://www.zdf.de/nachrichten/heute-plus/gv-bienen-hep-100.html 

 

Ihre Ansprechpartnerin im VDI:

Dr. Ljuba Woppowa

VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences (VDI-TLS)

Telefon: +49 211 6214-314

Telefax: +49 211 6214-97314

E-Mail: tls@vdi.de