(Bild: Woppowa)
Intensive Diskussionen zum Verbundprojekt BienABest und zum Wildbienen-Schutz am VDI-Stand auf der ACHEMA

(Bild: Woppowa)

Wildbienenschutz im Fokus

BienABest auf der ACHEMA

18.07.2018

Das Verbundprojekt BienABest zum Schutz von Wildbienen war neben der fachlichen Beratung Eyecatcher und Hauptdiskussionspunkt am VDI-Stand auf der ACHEMA. Viele Besucher waren über die Beteiligung des VDI an dem in den Medien heiß diskutierten Thema Wildbienen- und damit auch Insektenschutz positiv überrascht. Das Fachpublikum interessierte sich insbesondere für die erfolgreichen ersten Schritte des Projekts, wie das Anlegen der Nisthügel, das Aussäen der Wildbienen-Blühmischungen sowie die Gründung des Richtlinienausschusses VDI 4340 zur bestandsschonenden Erfassung von Wildbienen.

Auf der diesjährigen ACHEMA waren die VDI-Gesellschaft für Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (VDI-GVC), die VDI-Fachbereiche Biotechnologie, Medizintechnik, das Verbundprojekt BienABest zum Schutz der Wildbienen und das VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) gemeinsam am Stand C79 in Halle 9.2 vertreten. Zahlreiche Besucher ließen sich zu den verschiedenen Themen am VDI-Stand beraten und das Messe-Team beantwortete Fragen zu allen Themen, die von Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen über Ressourceneffizienz bis hin zu Biotechnologie, Medizintechnik und dem Verbundprojekt BienABest reichten.

Mit den neuen Werbematerialien Roll-Up, Poster und Kurzbeschreibung des Projekts BienABest wurden zahlreiche Fragen zum Thema Wildbienenschutz beantwortet und auch kritische Diskussionen geführt. So wurde ein im Frühjahr 2018 erneut verzeichneter Rückgang der Anzahl und Vielfalt von Wildbienen Anlass für die Diskussionen.

Alle hoffen, dass die Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität, die bereits im ersten Jahr des Projekts erfolgreich umgesetzt wurden, bald eine Kehrtwende für den Verlust der Wildbienenvielfalt bedeuten:

  • Auswahl der 20 Untersuchungsstandorte mit drei Untersuchungsvarianten in der Agrarlandschaft (naturnahe Fläche; Wildbienenweide, konventionelle Kleinstruktur)
  • Anlage von Wildbienen-Nisthügeln
  • Ausbringen der Samenmischungen der Wildbienen-Blühweiden (Verwendung von zertifiziertem, gebietsheimischem Saatgut aus den jeweiligen Naturräumen Deutschlands)
  • Begehungen und bestandsschonende Erfassung der Wildbienen als Basislinie für die Folgejahre des Projekts
  • Konstituierung des ersten Richtlinienausschusses VDI 4340 Blatt 1 "Bestandsschonende Erfassung von Wildbienen"

Weitere Informationen: www.bienabest.de 

Hintergrund:

Mit dem Verbundprojekt BienABest soll die Ökosystemleistung "Bestäubung durch Wildbienen" bundesweit gesichert und wieder gesteigert werden. Dazu werden Verfahren entwickelt und standardisiert, die im Anschluss an das Projekt auch als Basis für ein systematisches Monitoring genutzt werden können.

Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI e.V.) koordiniert das Gesamtprojekt.  Verbundpartner ist die Universität Ulm.

Das Verbundprojekt BienABest wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert. Weiterhin wird das Projekt vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, BASF SE und dem Bee Care Center der Bayer AG finanziell unterstützt.

Ihre Ansprechpartnerin im VDI:

Dr. Ljuba Woppowa
VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences
Telefon: +49 211 6214-266
Telefax: +49 211 6214-97314
E-Mail: bionik@vdi.de