(Bild: Seitz/VDI)
(Bild: Seitz/VDI)

Unterwegs für den Wildbienenschutz

BienABest auf der Labvolution

04.06.2019

Auf der Labvolution, einer europäischen Fachmesse für Biotechnologie und Labortechnik, zog das Projekt BienABest viele Besucher zum VDI-Stand. Damit bot sich für BienABest die Gelegenheit, ein Fachpublikum aus Industrie, Forschung und Wissenschaft für den Wildbienen- und Naturschutz zu begeistern sowie über die ersten Erfolge zu informieren.

Auf der Labvolution in Hannover präsentierte sich BienABest als Teil des breiten Projektportfolios der VDI-Gesellschaft Technology of Life Sciences (VDI-TLS) und der VDI Technologiezentrum GmbH. Auf diese Weise hatten die Besucher aus Branchen wie Chemie, Biotechnologie, Medizintechnik und Ernährungsindustrie die Gelegenheit, sich über die vielfältigen Angebote und Projekte des VDI zu informieren. Neben Innovationen der Biotechnologie und Potenzialen in der digitalen Medizin war insbesondere das Projekt BienABest von großem Interesse für die Besucherinnen und Besucher. Insbesondere die ersten Ergebnisse des Projekts aus dem Untersuchungsjahr 2018 wurden in angeregten Diskussionen in den Blick genommen und Handlungsmöglichkeiten für jede und jeden einzelnen aufgezeigt. 

Während Einvernehmen darüber herrscht, dass Artenvielfalt ein Grundbaustein für das menschliche Wohlergehen ist, stehen wir aufgrund des weltweiten Rückgangs der Biodiversität vor neuen Aufgaben im Naturschutz. Wildbienen, als Bestäuber von Wild – und Kulturpflanzen, spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem. Für den langfristigen Schutz der Wildbienen - gerade auch in der Agrarlandschaft - bedarf es standardisierter Methoden zum Wildbienenschutz. Ebenso werden Methoden zur Bestandsaufnahme der Wildbienenpopulationen benötigt, um Entwicklungen des Wildbienenbestandes erfassen und Rückschlüsse über den Erfolg von Maßnahmen zum Wildbienenschutz ziehen zu können. 

Vor diesem Hintergrund hat BienABest, das im Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert wird, den Erhalt und Schutz der Wildbienenvielfalt in der Agrarlandschaft zum Ziel. In den ersten zwei Jahren des Projektes wurde bereits viel erreicht: Nach Auswahl der 20 Untersuchungsstandorte in der Agrarlandschaft wurden erfolgreich Nisthügel und Wildbienenweiden an allen Standorten etabliert. Auch die Daten der ersten Erfassung der Wildbienen aus der letzten Vegetationsperiode liegen vor. Die Ergebnisse des Untersuchungsjahres 2018 weisen auf erste Erfolge der Maßnahmen hin. Parallel haben unter der Leitung des VDI bereits zwei Richtlinienausschüsse ihre Arbeit aufgenommen, um unter anderem die Erkenntnisse aus dem Projekt in technische Regeln und Richtlinien zu überführen. 

Hintergrund: 

Mit dem Verbundprojekt BienABest soll die Ökosystemleistung "Bestäubung durch Wildbienen" bundesweit gesichert und wieder gesteigert werden. Dazu werden Verfahren entwickelt und standardisiert, die im Anschluss an das Projekt auch als Basis für ein systematisches Monitoring genutzt werden können.

Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI e.V.) koordiniert das Gesamtprojekt.  Verbundpartner ist die Universität Ulm. Das Projekt BienABest wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert. Weiterhin wird das Projekt vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-WürttembergBASF SE und dem Bee Care Center der Bayer AG finanziell unterstützt.

Ihre Ansprechpartnerin im VDI: 
Dr. Ljuba Woppowa 
VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences (VDI-TLS) 
Telefon: +49 211 6214-314 
Telefax: +49 211 6214-97314 
E-Mail: tls@vdi.de